Versagen der Märkte oder des Geldsystems? Eine anschwellende Kapitalismuskritik sucht nach den Schuldigen der nicht enden wollenden Krise. von Kristof Berking, Dezember 2011, erschienen in Smart Investor. Als 1989 die Mauer fiel und schließlich die Sowjetunion und der Ostblock sich auflösten, war der Kommunismus endgültig gescheitert, und übrig blieb als Sieger, wie es schien, der […]

Als christlich-katholisch sozialisierter Mensch habe ich mich vor Jahren vom Glauben an einen Gott und Religionen emanzipiert. Aber ich hab mich doch so manchen guten Satz bewahrt.

“Prüfet, und das gute behaltet” und “An den Früchten werdet ihr es erkennen”

Mittlerweile sind viele, wohl zu viele, Jahre vergangen, als dass sich Menschen noch an die Früchte des “real existierenden Sozialismus” in der näheren Umgebung erinnern können… Unfreiheit, Schießbefehl, unendliche Umweltzerstörungen, verlumpte und verschlampte historische Bausubstanz, Plattenbauten als Normalzustand… (ökologisch und sozial eine Katastrophe!), keine freie Presse, Propaganda schon im Kindergarten… und wenn man in die Ostdeutschen Länder, Polen, Ungarn, Russland schaut, war es der Nährboden für rechte Ideen in breiten Bevölkerungskreisen. Sieht man nach China, sieht man, wie der Sozialismus und Kommunismus mit fremdrm Geld weitergewachsen ist… auch kein schönes Zukunftsbild…

Die Früchte lassen mich erkennen, der Sozialismus oder Kommunismus ist NICHT GUT. Er macht Menschen kaputt und scheißt auf die Natur als Lebensgrundlage genauso wie der Kapitalismus…

Auf der Suche nach guten Fragen und Antworten zu Alternativen zu Kommunismus und Kapitalismus (grad hier im Fediverse wird doch von einigen der Kommunismus als einzige Alternative zum völlig kaputten Kapitalismus angesehen…) stieß ich auf diesen Text.

Gut… er ist ein wenig veraltet. Sarah Wagenknecht hat sich von einer klugen Frau zu einer Putinverteidigerin entwickelt… und er enthält viele Triggerworte und -sätze, wo es mir auch den Reflext bediente “ich hör hier jetzt auf zu lesen”. Aber ich bin mal durchgegangen und hab mir den Text genau gelesen. Warum schreibt der Autor das? Wie kommt er zum Schluss? Was sieht er als Ursachen? Was erkennt er als Lösung, und warum ist vieles nur Scheinlösung?

Ich finde die Gedanken im Endeffekt sehr gut. Er kommt im Prinzip zum selben Schluss, den ich seit Jahren auch vage in meiner Brust trage:

Das Problem unseres heutigen Systemversagens sichtbar an Klimakatastrophe, Ressourcenverknappung, Ausbeutung von Mensch und Natur ist das #Schuldgeldsystem und die mehrfache Möglichkeit, ein und das selbe Geld zu verleihen…

Für mich ist Kommunismus NICHT die Alternative zum Kapitalismus. Für mich ist auch Marktwirtschaft nicht das selbe wie Kapitalismus.

Viel eher sehe auch ich die Lösung unseres Schlamassels in

> „Was ist die Alternative zum Kapitalismus?“. Die Antwort ist sehr einfach. Marktwirtschaft und gedecktes Geld.
Jakob
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Ist das Thema wirklich schwierig, oder interessiert es ech niemand?

Ich glaub das ist etwas zu hoch fuer mich. Kann gar nicht einschaetzen ob ich das gut finden soll oder nicht :D

Jakob
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Bitte versteh mich richtig! Ich glaubs dir sogar. Die Thematik ist wirklich sehr komplex UND kompliziert. Und ich hab das Gefühl, da steigen viele nicht durch.

Es ist dann viel einfacher "eat the rich"bzu rufen, als das System so zu verändern, dass es gar keine do superreichen und auch superarmen mehr geben kann.

Zerschlagt den Kapitalismus durch mehr Freiheit klingt auch bescheuert, wenn man sich ansieht, was gerade abgeht… der “Schlüssel zum Glück” für die Egomanen und Weltzerstörer ist ja scheinbar gerade die unkontrollierte Freiheit… dabei ist es tatsächlich die unendlich verfügbare Menge an Geld, durch Geldschöpfung aus dem “*Nichts”, wie es bei ungedecktem Schuldgeld heutzutage passiert.

Konstruktive Diskussionen sind gerne gesehen, jedoch können politische Ansichten schnell die Gemüter erhitzen.
Bitte bleibt sachlich,
nicht geduldet werden neben den allgemeinen Regeln insbesondere

Für den Austausch radikaler Standpunkte gibt es genügend andere Instanzen.

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